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Pfarrkirche St. Martinus Bigge

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Geschichte[Bearbeiten | edit source]

Der Bigger St. Martinus-Kirche entstand in drei Abschnitten. Man schätzt, dass der Turm aus dem 11. - 13. Jahrhundert stammen könnte. Er ist der älteste Teil des Gebäudes. In den Jahren 1769 - 1773 entstand das Langhaus. Um weiteren Platz zu schaffen, wurde dann von 1888 - 1889 das Querschiff mit dem neuen Chor errichtet. Der Altar der St.-Hubertuskirche in Helmeringhausen stammt aus der Bigger Pfarrkirche.

Anfang April 1945 wurde die Kirche bei einem Granatenangriff schwer getroffen. Dabei wurde ein Loch in das Gewölbe über dem Chor gerissen und die Johann-Markus-Oestreich-Orgel zerstört. Die Granate detonierte im unteren Teil des Glockenturms. Dieser war damals zu einem Schutzraum umfunktioniert. Acht Menschen verloren ihr Leben.

Kirchenweihe[Bearbeiten | edit source]

Pfarrkirche St. Martinus Bigge - Ostseite
Am 12. Juli 1890 wurde die erweiterte Pfarrkirche durch den Weihbischof von Paderborn, Dr. Augustinus Gockel, geweiht, der erklärte, dass zukünftig in jedem Jahr die Weihe der Kirche am 2. Sonntag im Juli gefeiert werden solle. Damit fällt das Kirchweihfest heutzutage alljährlich mit dem Bigger Schützenfest zusammen, welches ebenfalls am zweiten Wochenende im Juli gefeiert wird.

Glocken und Turmuhr[Bearbeiten | edit source]

Pfarrkirche St. Martinus Bigge - Nordansicht
Die Bigger Kirche verfügt über 6 Glocken. Im kleinen Turm über der Vierung hängt eine 45-cm-Glocke aus dem Jahr 1667, im Turm eine Glocke von 92 cm aus dem Jahr 1545. Diese Glocke wurde 1942 abgeholt, konnte aber auf dem Hamburger Glockenfriedhof wiedergefunden werden. Sie musste geschweißt werden und dient noch heute als Glockenschlag an der Turmuhr. Ein neues Geläut erhielt die Kirche im Jahr 1947 von der Firma Junker in Brilon:
  • Ave Maria! Glorreiche Himmelskönigin, auf Erden sei uns Helferin. 125 cm Durchmesser, 1.121 kg, Ton "e".
  • St. Josef, treuer Handwerksmann, nimm dich deiner Kinder an. 105 cm, 675 kg, Ton "g".
  • St. Martin, Bigger Schutzpatron, bitt für uns an Gottes Thron. 94 cm, 471 kg, Ton "a".
  • St. Sebastian heiße ich, Bigger Schützen schenkten mich. 83 cm, 330 kg, Ton "h".

Renovierungsmaßnahmen[Bearbeiten | edit source]

In den Jahren fanden einige Renovierungsmaßnahmen statt:

  • 1964: Neueindeckung des Turmes. Hierbei wurden auch das Eisenkreuz mit Kupferkugel und der Wetterhahn abgenommen. Schmiedemeister Norbert Bültmann besserte das Kreuz aus und schmiedete neue Rosen an den Balkenenden an. Am 24. Mai setzte Dachdeckermeister Franz Dauber den Wetterhahn wieder auf die Turmspitze - die Glocken läuteten. Auch der Außenputz der Pfarrkirche wurde erneuert. Die Firma Rickes aus Velmede übernahm das abklopfen und wiederaufarbeiten. Der Kirchplatz wurde neu gestaltet, es wurden weiße und schwarze Platten ausgelegt. In der Kirche gab es 60 neue Eichenbänke - erstellt durch die Schreiner der Gemeinde. Vier neue Beichstühle wurden von Schreiner Franz-Josef Hoffmann hergestellt. Die alte Außenverkleidung aus westfälischem Barock blieb erhalten. Die Kanzel wurde aus der Kirche herausgenommen. Es gab zudem eine neue Lautsprecheranlage, einen elektrischen Liederanzeiger und neue gläserne Windfänge.
  • 2017: Komplette Innenrenovierung: Für gut 500.000 Euro erhält die Kirche einen neuen Innenanstrich durch eine Fachfirma aus Essen. Ein elektrischer Türöffner am hinteren Portal sorgt für barrierefreien Zugang. Der erste Gottesdienst nach der Renovierung findet am 25. November 2017 statt.

Quellen[Bearbeiten | edit source]

Pfarrkirche St. Martinus Bigge