Schlossmühle Bigge

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Der Mühlengraben. Im Hintergrund die Kirchturmspitze der Bigger Pfarrkirche.
Der Mühlengraben. Im Hintergrund die Kirchturmspitze der Bigger Pfarrkirche.
Die Bigger Schlossmühle wurde im Jahr 1717 errichtet. Bis 1951 war die Mühle in Betrieb und produzierte das Weizenmehl names "Bigger Gold". Früher wurde der Mühlengraben über ein Wehr aus der Ruhr gespeist. Das Wehr befand sich im Ruhrverlauf etwa auf Höhe des Bigger Pfarrheims. Der Mühlengraben und das Wehr existieren heute nicht mehr. Das Wasser wurde in einen künstlichen Graben geleitet und in Höhe der Antfelder Brücke wieder in das Ruhrbett. Der letzte Inhaber der Mühle war Franz Heinrich Körner. Von 1948 bis 1952 war er Bürgermeister von Bigge. Das Gelände zwischen Schlossmühle, Schloss Schellenstein und Pfarrkirche nannte man „Im Ohl“. Ein Ohl ist eine von Wasser umgebene Fläche. Die auf diesem Gelände erbaute Wohnsiedlung heißt heute „Am Schellenstein“.

1965 wurde das Schloss, Schlossmühle, Torhaus und Forsthaus mit dazugehörenden Grundstücken von Karl-Josef Wendt-Papenhausen an die Gemeinde Bigge verkauft. Die Stadt Olsberg hat das Mühlenrad mit Nebengebäude abreißen und den Mühlengraben zuschütten lassen, so dass nur noch das Wohngebäude stehen geblieben ist.

Mit Notarvertrag vom 29.09.1980 verkaufte die Stadt Olsberg das Grundstück mit aufstehendem Wohnhaus an den Fernsehtechnikermeister Karl Ames aus Rösenbeck. Ein Bauingenieur beurteilte zu dieser Zeit den baulichen Zustand des Hauses als äußerst mangelhaft. Um dem Käufer finanzielle Anreize für den Kauf und die Sanierung des Gebäudes zu ermöglichen, wurde das Wohnhaus mit Ordnungsverfügung der Stadt Olsberg vom 26.11.1980 mit folgender Begründung in die Denkmalliste eingetragen: "Weil dies im überwiegenden Interesse eines Beteiligten geboten ist und er die im Interesse des Denkmalschutzes gewährten Steuervorteile in Anspruch nehmen will." Durch Steuervorteile und Denkmalpflegebeihilfe des LWL wurde mit Baugenehmigung vom 14.10.1981 das Wohngebäude umgebaut und 14 Eigentumswohnungen errichtet. Als "Hochsauerländer Wohn- und Ferienpark" fanden die 14 Wohnungen im Jahr 1982 reißenden Absatz.

Aus der Mühle stammt eine der Vorfahrinnen von Friedrich Wilhelm Sertürner. Dieser wurde 1783 als Fridericus Wilhelmus Adamus geboren und war der Entdecker des Morphiums und damit der Begründer der Alkaloid-Chemie, so Karl-Heinz Förster in seinen Nachforschungen.

[Bearbeiten] Quellen

www.bigge-online.de/index.php/feuilleton-hauptmenue-256/1422-schellenstein-m-bis-1951-in-betrieb

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